
Dead God Flow
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In ihrer neuen Installation erforscht Christelle Oyiri mithilfe von Musik, Sound und Video, wie imaginierte Zukünfte die Identität beeinflussen.
Anlässlich der Berlin Art Week präsentiert LAS Art Foundation die neu in Auftrag gegebene audiovisuelle Installation Dead God Flow von Christelle Oyiri im CANK in Berlin-Neukölln. Dead God Flow ist die erste Installation der Künstlerin, DJ und Produzentin Christelle Oyiri in Berlin. Die Präsentation im CANK umfasst Video, Sound und Szenografie.
Im Zentrum der Installation steht der Film Hauntology of an OG, den Oyiri gemeinsam mit der Fotografin Neva Wireko während einer Recherchereise durch Memphis, Tennessee, entwickelt hat – eine Stadt, deren Name auf das alte Ägypten verweist. Erzählt vom Rapper und Dichter Darius Phatmak Clayton, entfaltet das Werk eine vielschichtige Reflexion über Erinnerung, Trauma und Widerstand. Die Memphis-Pyramide und die Kirche, in der Martin Luther King Jr. seine letzte Rede hielt, werden zu symbolischen Architekturen zwischen Vergangenheit und Zukunft. Der Memphis-Rap erscheint darin als rituelle Klanglandschaft, die kollektive Geschichte trägt.
Neben Hauntology of an OG wird Oyiris Videoarbeit Hyperfate (2022) gezeigt, die sich mit der Mythologisierung verstorbener Rapper durch ihre Fans befasst. Beide Werke, die Oyiri im Rahmen von Dead God Flow in eine audiovisuelle Choreografie verwebt, sind autobiographisch geprägt. Sie setzen sich mit Leid und Erinnerung, Exzellenz und Prophezeiung auseinander und erinnern uns, in Oyiris Worten, daran, dass „der Tod kein Ende ist, sondern eine Schleife, der weiterpochende Beat eines gebrochenen Gottes“.
"Dead God Flow stellt sich den Ausstellungsraum als eine verschlüsselte vor, eine Choreografie aus Bild, Ton und Präsenz, in der sich Vergangenheit und Zukunft unauflöslich überlagern. [...] Vor diesem Hintergrund entfaltet sich der Memphis-Rap als eine Klangarchitektur: düster, rituell, radikal erfinderisch – und doch entstanden im strengen Moralkorsett des . [...] In diesem aufgeladenen Raum ist der Tod kein Ende, sondern eine Schleife, der Beat eines gebrochenen Gottes, der noch immer pulsiert."
— Christelle Oyiri

Christelle Oyiri
Christelle Oyiri lebt und arbeitet in Paris. Ihre interdisziplinäre Praxis umfasst Musik, Film, Performance und Installation. In ihren Arbeiten verhandelt sie die verborgenen Geschichten von zeitgenössischer Kultur, Medien und diasporischer Identität. Ihre Arbeiten wurden u. a. in folgenden Institutionen gezeigt: Centre Pompidou, Paris, Frankreich (2021); Tramway, Glasgow, UK (2022); Haus der Kunst, München, Deutschland (2023); Serpentine Gallery, London, UK, (2023). Die Präsentation von Oyiri durch die LAS Art Foundation folgt auf Ausstellungen im Jahr 2025 in den Tanks der Tate Modern, London, UK und eine Präsentation in der Bourse de Commerce, Paris, Frankreich, als Teil der Ausstellung Corps et âmes. Als DJ tritt sie unter dem Pseudonym CRYSTALMESS auf. Die Präsentation von Oyiri durch LAS Art Foundation folgt auf Ausstellungen in the Tanks der Tate Modern in London sowie auf ihre Teilnahme an der Ausstellung 'Corps et âmes' in der Bourse de Commerce in Paris.