LAS Art Foundation

LAS Online Artist Residency : Xin Liu & Eunjo Lee

Dienstag, 29. September, 18:00 - 21:00Xin Liu, Eunjo Lee
Seid beim Launch-Event dabei

LAS Art Foundation zeigt die Kunstwerke In Your Eyes, Before My Own von Eunjo Lee und nom nom von Xin Liu, die aus einer sechsmonatigen Artist-Residency in Zusammenarbeit mit dem Google Arts & Culture Lab hervorgehen. Beide Künstlerinnen wurden von LAS mit einem neuen Werk beauftragt, das sich über die Gestaltung digitaler Welten mit der Simulation lebender Systeme befasst. Durch intensive Forschungs- und Experimentierprozesse setzen sich beide Künstlerinnen auf fantasievolle Weise mit den Technologien auseinander, die unsere Lebenswelten zunehmend prägen.

Neben der kontinuierlichen Begleitung des kuratorischen Teams von LAS ermöglichte die Residency den Künstlerinnen ingenieurtechnische Unterstützung und den Zugang zu KI-Tools durch das Google Arts & Culture Lab. Die Werke werden am 29. September 2026 um 18:00 Uhr auf las-art.foundation und Google Arts & Culture präsentiert und mit einem kostenlosen Künstlerinnen-Gespräch unter der Moderation von Barbara Cueto um 18:00 Uhr in Berlin eröffnet.

Der Veranstaltungsort wird in Kürze bekannt gegeben. Meldet euch jetzt an, um zu den Ersten zu gehören, die alle Informationen erhalten.


nom nom (2026) von Xin Liu ist eine navigierbare Simulation aus Millionen interagierender Partikel, die eine sich entwickelnde Welt bilden. Die Künstlerin erforscht darin Modelle dezentraler Intelligenz und die kontinuierliche Transformation aller Materie. Keines der Partikel in nom nom verfügt über umfassendes Wissen der Welt. Jedes ändert seinen Zustand ausschließlich auf der Grundlage von Interaktionen mit seinen unmittelbaren Nachbarn und löst dadurch deren Wachstum, Zusammenbruch oder Wiederherstellung aus. Aus diesen lokalen Austauschprozessen entstehen landschaftsähnliche Strukturen, die wir als Zuschauende beobachten können.

Die Simulation wird von neuronalen Zellularautomaten (NCA) gesteuert. Dabei handelt es sich um kleine neuronale Netzwerke, die die Fähigkeit biologischer Zellen zur Selbstorganisation und dem Bilden komplexer Systeme aus einzelnen Einheiten modellieren. nom nom untersucht Leben und Intelligenz nicht als Eigenschaften einzelner Wesen, sondern als Zustände, die überall dort entstehen, wo Materie interagiert. Die Arbeit markiert den Beginn der Auseinandersetzung der Künstlerin mit simulierten Lebenssystemen (Artificial Life), einem Forschungsgebiet, das zunehmend Einfluss auf die nächste Generation Künstlicher Intelligenzen nimmt.

In Your Eyes, Before My Own (2026) von Eunjo Lee ist eine 20-minütige, von der Künstlerin akribisch komponierte Videoarbeit, die sich mit menschlichem und nicht-menschlichem Bewusstsein sowie Ideen allumfassender Vernetztheit auseinandersetzt. Das Video folgt der traumartigen Reise eines narrativen Ichs auf dem Weg zur Selbsterkenntnis. Es bewegt sich durch drei Welten, von denen jede eine andere Bewusstseinsebene repräsentiert. Die Figuren und Objekte schuf Lee mithilfe verschiedener digitaler Werkzeuge in einem aufwändigen Prozess, den sie als „Techno-Alchemie“ bezeichnet. Laut der Künstlerin besitzt dadurch jedes Element eine eigene Wahrnehmung und Wirkmacht.

Das Werk ist sowohl von Psychologie als auch von antiker Philosophie inspiriert. Dazu gehören Theorien zur Co-Evolution von Bewusstsein und Sprache sowie die nicht-dualistische Wertvorstellung im Buddhismus. Mit In Your Eyes, Before My Own hinterfragt die Künstlerin die Unterscheidungen zwischen dem Individuum und dem Ganzen und stellt sich einen gemeinsamen Ursprung von Bewusstsein und Materie vor.

Biografien

02

Künstler:in

Eunjo Lee

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Porträt einer Frau in ihrem Atelier, umgeben von Arbeitsmaterialien und Kunstwerken.

Künstler:in

Xin Liu

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In Zusammenarbeit mit